HSG Stralsund

Die Italienische Eröffnung

Italienisch ist eine Eröffnung die für alle Spielstärken geeignet ist. Neue Spieler werden mit Italienisch schnell Fortschritte machen da diese Eröffnung taktische Möglichkeiten bietet. Taktik ist für Anfänger leichter verständlich und auch besser zu berechnen, da man nach wenigen Zügen ein Ergebnis sieht (Figurengewinn, Königsangriff, ...).
Auch mit wachsender Spielstärke kann Italienisch trotzdem attraktiv sein, da diese Eröffnung viele verschiedene Varianten und einen interessanten Kampf um das Zentrum bietet.

Namensgebung: Es gibt 3 Möglichkeiten wonach Eröffnungen benannt werden:

  1. Orte: In diesem Fall Italienisch, weil diese Eröffnung an diesem Ort zum ersten Mal in Wettkämpfen eingesetzt und dort auch ausgiebig analysiert wurde.
  2. Berühmte Schachgrößen: Wie zum Beispiel das Evans Gambit, das eine Variante in der Italienischen Eröffnung ist.
  3. Stellungsmuster: Wie zum Beispiel das 2-Springer-Spiel im Nachzug.

Die Italienische Eröffnung gehört zu den offenen Eröffnungen, sie beginnt also mit den Zügen 1. e4 e5.
Alle offenen Eröffnungen haben den ECO C20 - C99.
Die Italienische Eröffnung hat den ECO C51 - C59.
ECO ist die Abkürzung für Encyclopedia of Chess Openings, der hilft Eröffnungen schematisch einzuordnen.

Die Italienische Eröffnung entsteht nach den Zügen:
1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lc4 Lc5

In dieser Stellung gibt es 3 relevante Varianten:

Das Evans Gambit:

Die Idee ist das Weiß den Bauern auf b4 opfert um das Zentrum mit Tempo zu besetzen. Ich werde auf diese Variante nicht weiter eingehen, weil diese Variante für Weiß nachteilhaft ist. Weiß bekommt für den geopferten Bauern nicht genug Kompensation.

Die Symmetrische Variante: Es gibt 3 Möglichkeiten diese Stellung zu erreichen. Sie alle führen zum gleichen Ziel. Die Möglichkeiten sind 4. Sc3, 4. d3 oder 4. 0-0. Ich gehe hier nur auf die Variante 4. Sc3 ein. Alle anderen Züge erreichen durch Zugumstellung die gleiche Stellung.

Weiter wollte ich auch nicht auf diese Variante eingehen, da man diese Stellung durch mehrere Zugumstellungen oft erreicht ist das beste hier selbst zu spielen und einzelne Ideen auszuprobieren.

In der Symmetrischen Variante gibt es noch eine wichtige Regel, gucken wir uns dafür folgende Variante an: 1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lc4 Lc5 4. d3 Sf6 5. 0-0 d6 6. Lg5? h6 7. Lh4 g5 8. Lg3


Gucken wir uns diese Stellung genauer an. Weiß hat den Springer f6 angegriffen und wurde von den gegnerischen Bauern vertrieben. Obwohl keiner Material mehr hat ist Schwarz trotzdem im Vorteil (alle Großmeisterpartien mit dieser Stellung wurden von Schwarz gewonnen). Der Fehler war 6. Lg5, weil der schwarze König noch nicht rochiert hat kann er die Bauern gegen den weißen König vorspielen und später einfach die lange Rochade machen. Man muss sich also merken, das man den Springer auf f6 erst mit Lg5 fesseln darf, wenn der Schwarze schon die Rochade gemacht hat.

Die letzte Variante die wir uns ansehen wollen ist der Zentrumsangriff:

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